Gina Helmold, Head of Developments: Heute schon an morgen denken

Vor fast zehn Jahren startete Gina Helmold als Trainee bei Prologis, heute trägt sie ganz entscheidend zum Wachstum des Geschäfts in Nordeuropa bei. Als Head of Developments in den Benelux-Ländern hat sie den besten Überblick über bestehende und zukünftige Logistikimmobilienentwicklungen, Investitionen und Vermietungen. Dank ihrer langjährigen Expertise kennt sie die Trends der Branche und weiß, welche Herausforderungen Prologis zukünftig erwarten.

Rasanter Wandel der Logistikimmobilienbranche

„Der Markt und die Branche haben sich in den letzten Jahren stark verändert“, sagt Gina Helmold. „Vor zehn Jahren standen viele Immobilien leer. Daher konzentrierten sich in dieser Zeit viele Entwickler auf das Vermietungsgeschäft. Inzwischen sind die Flächen knapp, während die Nachfrage weiterhin hoch ist. Das stellt unsere Branche vor enorme Herausforderungen. Und das heißt, heute sind mehr denn je Kreativität und Out of the box-Denken gefragt.“

Eine entscheidende Rolle für den Wandel im Logistikimmobiliensektor spielt die E-Commerce-Branche. Daneben halten andere Wachstumsbranchen, wie High Tech, Fashion, Healthcare und Beauty, verstärkt Ausschau nach Lager- und Logistikflächen.

Spekulative Entwicklungen gegen Flächenknappheit

Getreu dem Motto „Ahead of what’s next“ hat sich Prologis früher als andere Entwickler wieder auf die Suche nach Grundstücken konzentriert. Im Fokus standen bereits vor zehn Jahren A-Lagen, also Logistik-Hotspots, an denen das Unternehmen bereits aktiv war. „Wir gehen immer davon aus, langfristiger Eigentümer unserer Logistikparks zu sein“, erklärt Gina Helmold. „Daher investieren und entwickeln wir sehr selektiv.“

Auf den Grundstücken entstanden neben vielen maßgeschneiderten Logistikanlagen auch zunehmend spekulative Entwicklungen. Die Vorteile bei spekulativ entwickelten Logistikflächen liegen in der Möglichkeit ihrer flexiblen Nutzung und der recht kurzfristigen Verfügbarkeit. Aufgrund der Flächenknappheit in Toplagen lohnt sich diese Art der Entwicklung in den letzten Jahren wieder – so beispielweise im Prologis Park Venlo. 

„Unsere spekulativ entwickelte Logistikimmobilie in Venlo konnten wir direkt vermieten“, sagt Gina Helmold. „Die Entwicklungen laufen so erfolgreich, dass wir derzeit in Venlo, Eindhoven, im Fokker Park und in Waalwijk an weiteren spekulativen Projekten arbeiten.“

Hohe Standards in den Bereichen Nachhaltigkeit und Gesundheit

Prologis plant neue Entwicklungen weitsichtig und flexibel. Die Anlagen sollen den Ansprüchen von morgen und den Wünschen unterschiedlicher Kunden gerecht werden. So gehört der Bewertungsmaßstab des BREEAM-Zertifikats für Nachhaltigkeit längst zu den Mindestanforderungen neuer Entwicklungen bei Prologis.

Mit dem wachsenden Bedarf der E-Commerce-Unternehmen kamen weitere Herausforderungen auf die Logistikimmobilienbranche zu: Der Online-Handel beschäftigt mehr Mitarbeiter, die entsprechende Büro- und Gemeinschaftsflächen benötigen. Moderne Büroräume wiederum erfordern hohe Gesundheitsstandards. Daher konzipiert Prologis effiziente Logistikanlagen, deren Büros von vornherein groß genug und auf das Wohlbefinden zukünftiger Mitarbeiter ausgelegt sind.

„Für Gesundheit und Wohlbefinden achten wir auf viele Details“, sagt Gina Helmold. „Ein Vorzeigeprojekt ist sicherlich unsere Logistikanlage in Tilburg. Hier haben wir uns am WELL-Building-Standard orientiert: Für eine angenehme Atmosphäre verfügt das Gebäude über große, helle Räume und viele Pflanzen. Und auch der Fitnessraum bietet den Nutzern einen entscheidenden Komfort.“

Während einige Kunden einfach nur fünf Jahre lang eine Immobilie mieten und darin Logistik abwickeln wollen, sehen andere in Konzepten wie WELL-Building die Zukunft. „Wir wollen beides bieten“, sagt Gina Helmold. „Vorausschauend zu handeln, heißt, auch bei Nutzern, die nur eine ‚simple Lösung‘ möchten, schon mehr zu investieren, um potentielle spätere Nutzer zufrieden zu stellen.“

Heute schon an morgen denken

Im täglichen Geschäft profitiert Gina Helmold von der Zusammenarbeit mit dem internen Research Team. Die Kollegen geben regelmäßig Einblicke in die Trends und Entwicklungen in Europa, in den USA und in Asien. „Bei Prologis gehen eigene Expertise und Marktanalyse Hand in Hand“, erklärt Gina Helmold. „Mit dem Research Team arbeiten wir eng zusammen. Ihre Analysen geben Aufschluss darüber, was die Trends für die einzelnen Länder und Regionen bedeuten und wohin der Weg gehen könnte. Das ist sehr hilfreich und hilft uns, in der Wahl und Planung der Grundstücke und Logistikanlagen weitsichtig zu handeln.“

Außerdem behält das Research Team technische Entwicklungen und Neuerungen im Blick. Der rasante Wandel der Branche zeigt, dass es wichtig ist, jetzt schon an die Innovationen von morgen zu denken. „Eine auf Langfristigkeit angelegte Logistikimmobilie sollte auf Zukunftstechnologien definitiv eingestellt sein. Schon bei der Konzeption neuer Anlagen denken wir an mögliche Ladestationen für Elektrofahrzeuge und zukünftige Landeplätze für Drohnen“, erklärt Gina Helmold. „Die sind zwar noch längst nicht überall anzutreffen, aber aus der Logistik der näheren Zukunft schon nicht mehr wegzudenken.“

Die erfolgreiche Entwicklung von Logistikimmobilien bedeutet für Prologis, sich an die Anforderungen des Standortes optimal anzupassen, nachhaltig zu handeln und für Kunden wie Gemeinden einen Mehrwert zu schaffen. Doch wie sieht die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden aus? Mit welchen Maßnahmen steigert Prologis die Effizienz von Logistikanlagen im Betrieb? Demnächst berichtet Gina Helmold von genau diesen Herausforderungen.

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