Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass bis 2035 voraussichtlich 50 Prozent der modernen Logistikflächen automatisiert sind.

Düsseldorf, 17. Juni 2026 - Laut einer neuen Studie von Prologis treibt die Lagerautomatisierung die Nachfrage nach modernen Logistikflächen in ganz Europa an. Wichtigster Treiber dieser Entwicklung ist, dass die Gebäudenutzer in Technologien investieren, um in Märkten mit Arbeitskräftemangel und Grundstücksknappheit ihre Leistungsfähigkeit zu verbessern.

Die Analyse von Prologis ergab, dass im Jahr 2025 rund 30 Prozent der modernen Logistikflächen teilweise oder vollständig automatisiert sind. Vor fünf Jahren waren es nur 20 bis 25 Prozent. Ein Großteil dieses Wachstums wird durch flexibel einsetzbare Technologien wie autonome mobile Roboter, fahrerlose Transportfahrzeuge und andere modulare Systeme vorangetrieben. Diese lassen sich leicht in bestehende Abläufe integrieren und eignen sich besser für gemietete Flächen als fest installierte, kapitalintensive Lösungen.

Im Gegensatz dazu sind vollautomatische Lager- und Bereitstellungssysteme nach wie vor relativ selten und kommen nur in etwa 3 bis 5 Prozent der Anlagen zum Einsatz. Obwohl diese Systeme erhebliche Effizienzsteigerungen ermöglichen, schränken hohe Anschaffungskosten, begrenzte Flexibilität und spezielle bauliche Anforderungen eine breitere Einführung weiterhin ein.

Im Bereich der Logistikimmobilien deuten die Ergebnisse auf steigende Preise für Gebäude hin, in denen Automatisierung möglich ist. Daten von Prologis zeigen, dass in Objekten, in denen Kunden Automatisierungslösungen einsetzen, die Wahrscheinlichkeit einer Vertragsverlängerung um einen zweistelligen Prozentsatz höher ist. Außerdem sind die Mietlaufzeiten etwa ein Jahr länger und die Mieten um 10 Prozent höher als bei nicht automatisierten Objekten. Diese Zahlen sind bereits um Markt- und Größenfaktoren bereinigt.

Die Ergebnisse sind besonders relevant für die am stärksten ausgelasteten Logistikmärkte Europas, wo Arbeitskräftemangel, Grundstücksknappheit und planerische Einschränkungen den Wert des Durchsatzes pro Quadratmeter in die Höhe treiben. Das gilt auch für zentrale deutsche Logistikregionen. Im Deutschland-Portfolio von Prologis liegt der Leerstand bei nur knapp über 2 Prozent, es sind kaum kurzfristig verfügbare Logistikflächen vorhanden. Das macht Effizienzsteigerungen auf bestehenden Flächen umso wichtiger.

„In Europa geht es bei der Automatisierung allerdings nicht mehr nur um Effizienz“, sagt Matthias Brandl, Essentials Solutions Manager bei Prologis. „Es geht zunehmend darum, wie Nutzer auf einen angespannten Arbeitsmarkt, ein begrenztes Flächenangebot und steigende Kundenerwartungen reagieren.“

Analysen von Prologis deuten darauf hin, dass bis 2035 bis zu 50 Prozent der modernen Lagerhäuser teilweise oder vollständig automatisiert sein könnten. Dabei werden flexible Systeme voraussichtlich weiterhin die beliebteste Option bleiben. Die Relevanz der Automatisierung bestätigt auch der Prologis Supply Chain Outlook 2026: 42 Prozent der deutschen Führungskräfte zählen Automatisierung und Robotik zu ihren wichtigsten Investitionsprioritäten für 2026.

„Gerade in Märkten wie Deutschland, in denen moderne Logistikflächen stark nachgefragt sind und Fachkräfte knapp bleiben, wird die Automatisierungsfähigkeit von Gebäuden zu einem wichtigen Standortfaktor“, ergänzt Philipp Feige, Vice President, Head of Capital Deployment Germany bei Prologis. „Unsere Studie zeigt, dass die Automatisierung die Nachfrage nach modernen Logistikflächen an den richtigen Standorten verstärkt und nicht verringert.“

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