Prologis Fokker Logistics Park: Flughafennähe optimal nutzen

Um den Prologis Fokker Logistics Park am Amsterdamer Flughafen Schiphol zu entwickeln, musste Prologis das Areal umfangreich revitalisieren. Ein Flugzeughersteller hatte das Grundstück zuvor genutzt. So entstand nach vielen Jahren der Revitalisierung der größte private, flughafengebundene Logistikpark in Europa mit höchsten Sicherheitsstandards.

Chance

Prologis hatte die Möglichkeit, auf dem ehemaligen Gelände des Flugzeugherstellers Fokker einen umfangreichen Logistikpark zu entwickeln. Die Lage direkt am Flughafen Schiphol, dem drittgrößten Flughafen Europas, war optimal – und eine große Chance für Prologis, flexible, moderne Logistikimmobilien für seine Kunden an einem der gefragtesten Standorte in den Niederlanden zu entwickeln.

Der Standort des Prologis Fokker Logistics Park profitiert von seiner konkurrenzlosen Lage mit hervorragender Anbindung an den Flughafen Schiphol, das Straßennetz und öffentliche Verkehrsmittel. Insbesondere für luftfrachtbezogene Aktivitäten und die Hightech-Branche eignet sich der Logistikpark optimal.

Herausforderung

Das Gelände des Prologis Fokker Logistics Park in den Niederlanden hat eine geschichtsträchtige Vergangenheit. Zwischen 1900 und 1950 wurde das Grundstück erst landwirtschaftlich genutzt, dann diente es als militärische Basis. Anschließend siedelte sich hier der ursprüngliche Flughafen Schiphol an. Nach dessen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg entstand der neue Flughafen Schiphol in der Nähe des ursprünglichen Ortes.

Das Gelände des heutigen Prologis Fokker Logistics Park nutzte fortan der Flugzeughersteller Fokker. Nach dessen Insolvenz übernahm Prologis das Grundstück. Um die Logistikanlage hier zu entwickeln, musste der Logistikimmobilienentwickler das Grundstück umfassend revitalisieren. Durch die unterschiedliche Nutzung der vorherigen Eigentümer befanden sich im Boden verschiedene Rückstände: Dazu zählen Betonpfähle aus ehemaligen Gebäuden, Überreste eines Löschmittels, das in den alten Fokker-Werken genutzt wurde, sowie unterirdische Kabel. Zudem musste das Gelände auf Bomben aus dem 2. Weltkrieg untersucht werden.

Prologis Fokker Logistik Park 1980


Lösung

Prologis entwickelte einen Masterplan für das gesamte Projekt, der in mehrere Phasen eingeteilt war. Die Redevelopment-Arbeiten starteten im Jahr 2000. 2003 konnte der erste Mieter einziehen.  

Unter anderem dekontaminierte Prologis das Grundstück und das Grundwasser. Die Pfähle für die Neubauten wurden neben den alten, noch vorhandenen Pfählen errichtet. Datenkabeltrassen wurden verlegt. Da der Standort an den Amsterdamer Flughafen angrenzt, musste Prologis das gesamte Gelände auf Fliegerbomben bis zu einer Tiefe von acht Metern mit magnetischer Sondierung untersuchen lassen. Verdächtige Objekte wurden durch Ausgrabungen beseitigt. Es stellte sich heraus, dass es sich lediglich um alte Stahlmaterialien unter anderem aus früheren Fundamenten handelte. Allein diese Arbeiten dauerten insgesamt zwei Monate.

Prologis Fokker Logistik Park Abrissarbeiten 2006


Prologis entwickelte die Logistikanlagen phasenweise nach den höchsten Design-, Sicherheits- und Nachhaltigkeitsstandards. Der gesamte Park ist umzäunt und nur über einen Eingang erreichbar – die Sicherheitsstandards sind enorm hoch. Aus diesem Grund eignet sich der Logistikpark vor allem für Unternehmen aus der Hightech-Branche.

Im Dezember 2018 startete Prologis die spekulative Entwicklung der Unit B des Distribution Centers DC2 im Prologis Fokker Logistics Park. Eine 11.000 Quadratmeter große Logistikfläche wird hier entstehen. Die Unit soll den Kunden im dritten Quartal 2019 zur Verfügung stehen. Die Entscheidung, die Unit spekulativ zu entwickeln, beruht auf dem großen Kundennetzwerk und der historisch hohen Vermietungsquote von Prologis in Nordeuropa mit 97,8 Prozent (Stand Januar 2019).

Die neue Unit wird über 16 Docks verfügen und so konzipiert sein, dass eine flexible Nutzung möglich ist. Das heißt, dass die Logistikimmobilie je nach Kundenwunsch in zwei separate Einheiten unterteilt werden kann. Zudem wird die Logistikanlage sich durch hohe Nachhaltigkeitsaspekte auszeichnen – dafür strebt Prologis die BREEAM-Zertifizierung „sehr gut“ an. Der Logistikpark hat Platz für weiteres Wachstum: Auf einer Fläche von rund 10.000 Quadratmetern kann Prologis eine zusätzliche Logistikimmobilie entwickeln.

Jemand, der den Revitalisierungsprozess begleitet hat und den Standort wirklich wie seine Westentasche kennt, ist der Parkmanager Pieter van der Neut. Er ist beeindruckt von der Umwandlung der Fläche von einem Produktionsstandort in einen modernen Logistikpark. „Ich habe 1981 bei Fokker Aircraft an diesem Standort angefangen. Ich konnte mir nie vorstellen, dass dieser Standort nach 40 Jahren zu einem nachhaltigen und zukunftssicheren Logistikpark umgebaut werden würde. Als Mitglied des Parkmanagements ist es in Zusammenarbeit mit den Eigentümern und Nutzern wirklich eine Herausforderung und ein Privileg, diesen Standort für mindestens die nächsten 40 Jahre zu nutzen.“

Erfahrungsgewinn

Mit einer Gesamtfläche von 170.000 Quadratmetern und 11 Immobilien ist der Prologis Fokker Logistics Park heute der größte private, flughafengebundene Logistikpark in Europa. Dank weitsichtiger Planung konnte Prologis die optimale Lage des Areals nutzen und dort moderne Logistikimmobilien entwickeln. Mit den umfassenden Arbeiten an diesem Projekt, unter anderem dem Dekontaminierungsprozess des Grundstücks und des Grundwassers, konnte Prologis seinen Erfahrungsschatz im Bereich der Brownfield-Entwicklungen erweitern.

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